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The Future of Work & Education

ein BLOG zuR ZUKUNFT VON BILDUNG UND ARBEIT

UtopiA 2048

8/27/2025

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Interessant an der Biografie des erst 1990 geborenen Lino Zeddies ist, dass er derzeit an einem Umzug von Berlin nach Brandenburg arbeitet (wie so viele der Stadt überdrüssige Berliner), also mit dem Stadtleben, das sein Leben bisher bestimmt hat, bricht.

Damit reiht er sich in die Gruppe von jüngeren Erwachsenen ein, die ihr Glück am Land suchen, nachdem sie vor allem Gemeinschaft und Naturnähe in der Stadt nicht finden konnten. In Brandenburg hat sich für derartige Suchende bereits eine eigene Dachorganisation formiert: https://wissen.zukunftsorte.land/

Andy Couturier beschreibt die Suche nach Gemeinschaft und Entschleunigung anschaulich für Japan: https://www.mingong.org/blog-en/the-evolution-and-future-of-work6024456  

Zentrales Thema von Zeddies sowie einigen Teilnehmern ist die Überwindung der gesellschaftlichen Spaltung: Wie können wir wieder an einem Strang ziehen?
Zeddies sieht für die Transformation zentrale Hebel:
  1. Grundeinkommen (2016 in der Schweiz abgelehnt worden, aber es herrscht breiter Konsens, dass eine Form von Grundeinkommen, der Schlüssel für die Lösung vieler Probleme ist): https://www.mingong.org/blog-de/heimat-klimawandel-grundeinkommen-was-hat-das-miteinander-zu-tun
  2. Vergemeinschaftung von Eigentum (interessanterweise in China 1949 erfolgt)
  3. Überideologische Regierung – Parteien, die an einem Strang ziehen (ebenso in China durch den Einparteienstaat gelebt)

Das Buch ist in Romanform verfasst und bringt Themen der Transformation in Dialogform dem Leser näher. Erinnert an einige Werke von Mark Twain. Wichtige 2048 erreichte Veränderungen sind:
  1. Green cities: die Trennung von Stadt/Land ist aufgehoben (funktioniert mE aufgrund der räumlichen Bedingungen durch die städtische Baustruktur nicht, und Zeddies, der noch nie am Land gelebt hat, versteht das nicht): https://www.greensteps.me/library/staedte-und-ihr-evolutionaerer-zweck-als-lernraum.php
  2. Demokratische Entscheidungsprozesse haben sich verändert (der Fokus auf Soziokratie ist mE stark zu überdenken, da die Soziokratie drei große Schwächen hat: 1. Lähmung durch Erzwungenes konsentieren 2. Informationsmangel so wie in der Abstimmung des nächsten Buches gezeigt 3. Manipulation und Beinflussung von KOL in live-settings, wo die Entscheidenden jener Person folgen, der sie vertrauen, anstatt sich wirklich selbst eine Meinung zu bilden. Die Handlungsfähigkeit, die in Reinventing Organizations im Teal Modell beschrieben wird erscheint mir gepaart mit viel digitaler Demokratie weitaus sinnvoller – warum muss man sich für jede Entscheidung persönlich treffen? https://www.mingong.org/blog-en/on-failing-democracies-and-spheres-of-justice
  3. Mobilität: Rad statt Auto (wie funktionert das für Familien, die nicht in der 15min Stadt wohnen? Mir fehlt hier der Blick auf die technologische Realität. Robotaxis und Flugtaxis sind in China bereits zugelassen)
  4. Weniger Konsum / mehr Gemeinschaft (dazu sind die architektonischen Strukturen notwendig, die Gemeinschaftsprojekte schaffen, diese wiederum sind nur am Land umsetzbar): https://www.greensteps.me/library/staedte-und-ihr-evolutionaerer-zweck-als-lernraum.php
  5. Permakultur / Agroforestry: viel Ertrag auf weniger Flächen (nicht weil es weniger fruchtbare Flächen gibt, sondern weil wir große Teile der Natur zurückgeben)
  6. Freischulen: Lernen mit Neugier und ohne Zwang (ein weiterer Punkt, der zumindest mich sehr interessiert und der Nachschärfung bedarf).
  7. UN Tower in Singapur (wo derzeit die Reichsten der Reichen leben, was nicht für die Realitätsnähe dieser Vision spricht – Bhutan oder ein befreites Lhasa wären bessere Orte für einen derartigen UN Sitz).
  8. Malmö ist die Universität der Zukunft, wo Technik mit Empathie gelehrt wird (Technologie-Ethik ist in der Tat ein zentrales Thema): https://ark.greensteps.me/library/4m-the-impact-of-technology-on-society  
  9. Das Gemeinwohlprodukt ersetzt das BIP (macht nur bei globaler Kalkulation Sinn).

Umdenken in der Politik sieht Zeddies nur möglich nach dem Eintreten von Katastrophen.

Als Folgethema habt sich mE klar eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Grundeinkommen ergeben, das die Spaltung der Gesellschaft überwinden kann, wenn es gut strukturiert ist – ebenso die Auseinandersetzung mit der Zukunft der Bildung. Dazu würde ich gerne einen speziellen Themenabend planen, wobei Martin Fords The Rise of the Robots zu beiden Themen sehr tiefgreifende Informationen bietet: https://www.mingong.org/blog-en/martin-ford-enlightened-marxist-or-apolyptic-technocrat

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